Walwerdung. Roman

Geparden Verlag 2025

In Erwartung einer natürlichen Geburt kommt alles anders als erwartet und geplant. Die Mutter wird zum Wal, das Kind will nicht geboren werden, der Partner ist überfordert, alle sind überfordert. Und warum soll man ein Kind in eine Welt gebären, die ökologisch auf der Kippe steht? Die gigantische Grazie der Wale und ihre von der Ausrottung bedrohte Existenz entfaltet ein Spannungsfeld zwischen Überlebenswillen und Fragilität. Iris Keller erzählt in ihrem Roman in aufwühlender, schonungsloser Weise vom schwierigen Prozess des Mutterwerdens, in dem nichts selbstverständlich ist. Vielmehr verändern Schwangerschaft und Geburt alles auf grundlegende Weise: den Körper der Gebärenden, Beziehung und Rollenbilder, die Position in der Familie – und die Frage der Verantwortung angesichts von Umweltzerstörung, Ausbeutung der Natur und schwindender Zukunft.

 

ca. 210 Seiten, Leinen mit Schutzumschlag und Lesebändchen, 21 x 12,7 cm

ISBN: 978-3-907406-17-5; Fr. 27.-, Euro (D) 25.-; Foto Cover: Miklós Klaus Rózsa 




Rezension BZ: „Walwerdung ist ein starkes Stück Befreiungsliteratur. Die Autorin räumt mit geschönten Vorstellungen vom Mutterwerden auf. Drastisch, heftig, kompromisslos. Kellers Roman hält uns vor Augen, wie klein und unbedeutend wir im Grunde sind in diesem grossen, schützenswerten Ganzen.“ (Anna Wegelin)

 

Rezension WOZ: „Die Protagonistin findet durch ihre Schwangerschaft eine Wa(h)lverwandtschaft im Geiste. Die Wale sind überall; darin klingt auch das Absolute einer Schwangerschaft an, die alles vereinnahmt, was die Protagonistin davor war. Doch Keller lässt uns nicht hoffnungslos zurück, im Gegenteil. Sie endet mit Aussicht auf Entwicklung.“ (Elodie Kolb)

 

Keystone-SDA: „Iris Keller verknüpft die verschiedenen Ebenen elegant miteinander und beweist damit ein feines Gespür für Timing. Ihre Schilderungen, etwa von der Geburt sind drastisch und ungeschönt. Und genau deshalb lesenswert.“ Aneta Ledniowska-Schmidt